Datenschutz wird in der Öffentlichkeit häufig kritisiert und als Sündenbock für Missstände und Fehlentwicklungen herangezogen, für die es primär andere Gründe gibt. Jüngstes Beispiel ist der Testbetrug einiger Corona-Testzentren. Hier wurde der Datenschutz dafür verantwortlich gemacht, dass falsche Daten übermittelt und dadurch fälschlicherweise Bürgertests abgerechnet wurden. Bei genauerem Hinsehen wird jedoch schnell klar, nicht der Datenschutz ist schuld, sondern die schlechte Organisation der Testzentren selbst, in Kombination mit fehlenden Kontrollen durch die zuständigen Behörden. Auch im Kontext der digitalen Verwaltung wird häufig dem Datenschutz die Schuld gegeben. Hier lautet der Vorwurf: Datenschutz behindert eine moderne Verwaltung. Bürger:innen ärgern sich darüber, dass sie ihre persönlichen Daten bei jedem Kontakt mit dem Staat von neuem angeben müssen. In Wahrheit ist nicht der Datenschutz das Hindernis, sondern die fehlende digitale Vernetzung der beteiligten Akteur:innen, etwa Ärzt:innen und Gesundheitsämter. Es fehlen schlicht die Schnittstellen für die Weitergabe von Daten. Nicht der Datenschutz ist Schuld, sondern eine unzureichende Dateninfrastruktur.

Bei alledem wird häufig auch der Mehrwert von Datenschutz vergessen. Datenschutz schützt die Freiheit der Menschen und wie sie davon Gebrauch machen. Wird er nach dem privacy by design Ansatz von Anfang an mitgedacht, entstehen moderne, datensparsame Produkte und Services, die zugleich die Freiheitsrechte ihrer Nutzer:innen schützen. Moderne Datenschutzmanagementsoftware, wie etwa caralegal, sorgt dafür, dass die datenschutzrechtlichen Vorgaben schnell und ohne viel Aufwand erfüllt werden können.

In dem äußerst lesenswerten Artikel “Alle hassen Datenschutz – zu Unrecht” unter der Rubrik “Kipping und Kuhle”, beleuchtet Konstantin Kuhle fünf weit verbreitete Datenschutz-Mythen.

caralegal alle hassen den datenschutz